Alle Jahre wieder gibt Dresden ein großes Stadtfest. Mich interessieren dabei natürlich insbesondere die Konzerte. Hier meine Auswahl der gestrigen Auftritte:
Über den Wolken…
Der Wecker klingelt: es ist fast fünf Uhr. Was hat uns nur geritten, so früh aufstehen zu wollen? Ach ja, heute morgen sollte es ja zum Königsufer gehen…
Schon oft habe ich diese „sanften Riesen“ durch die Lüfte über Dresden schweben sehen und schon manches Mal habe ich mir gedacht: „Da möchtest Du auch mal sein!“ Heute ist es nun endlich soweit: Wir gehen unter die Ballon(mit)fahrer.
Um sechs sind wir am Startplatz. Der Korb steht schon bereit und der Ballon wird gerade ausgerollt. Doch bevor wir es uns im Korb gemütlich machen können, muss dieser lange Schlauch vor uns ersteinmal mit Luft gefüllt werden – viel Luft. Knapp fünfeinhalbtausend Kubikmeter Luft fasst dieser Ballon, die nun mit einem großen Ventilator hineingeblasen werden. Dazu werden Robert (ein weiterer Mittpassagier heute morgen) und ich angestellt, die Öffnung des Ballons aufzuhalten.
Zehn Minuten später erinnert der Stoffschlauch vor uns schon eher an einen Ballon – und zerrt ganz schön, so dass Robert und ich Mühe haben, die Stahlseile fest- und die Öffnung aufzuhalten. Jürgen, unser Pilot, wirft die Brenner an, um die Luft im Balloninneren zu erwärmen und sogleich steigt die Hülle langsam nach oben: Alle Mann an Bord!
Mit etwa fünf Knoten Geschwindigkeit „durchpflügen“ wir den Dresdner Luftraum und schweben dorthin, wo der Wind uns haben will. Steuern kann man solch einen Ballon nur in zwei Richtungen: nach oben und nach unten. Alles andere entscheidet der Wind. Heute wollte er uns nach Nordwesten treiben, also verabschiedeten wir uns von der schönen Altstadt und wandten uns den Dingen zu, die da kommen mögen.
Die Aussicht morgens um halb sieben ist wahrlich atemberaubend. Wenn die Sonne die morgentlichen Nebelschwaden durchscheint, ergibt das ganze ein wunderbares Lichtermeer, auf dem wir ohne jede Eile entlangschweben.
Doch auch die schönste Ballonfahrt hat leider ein Ende, so dass wir uns reichlich eineinviertel Stunden später eine Landewiese in Boxdorf suchen mussten. Eine schöne Fahrt, die ich vielleicht irgendwann wiederholen werde. Im Winter, wenn alles weiß ist, stelle ich mir dass zum Beispiel sehr schön vor…
Doppelbelichtung
Vor reichlich einem Monat gab es auf KWERFELDEIN den Leseraufruf analoge Mittelformat-Doppelbelichtungen zu erzeugen. Dazu belichtet man einen Mittelformatfilm, spult diesen zurück und schickt ihn an einen (zufällig ausgewählten) Partner, der ihn nochmal belichtet. Das Ergebnis sind (wenn man Glück hat) interessante, auf alle Fälle aber unvorhersagbare Bilder.
Eins der Bilder, die ich mit meinem Partner Gerhard Günther geschaffen hatte, hat es in die Ergebnisauswahl der KWERFELDEIN-Redaktion geschafft, was mich natürlich schon etwas stolz macht. Vielen Dank auch an Rana, die sich bereit erklärt hat, für mich Modell zu sitzen.
Es lohnt sich übrigens durchaus, auch einen Blick auf die anderen Ergebnisse zu werfen.
Big Church Day Out
Bukarest
Aktuell bin ich in Bukarest in Rumänien, da hier morgen das OST FEST startet, was ich wieder fotografieren darf. Heute habe ich mich erstmal ein wenig in der Stadt umgeschaut. Allerdings muss ich zugeben, dass ich nicht sonderlich angetan von ihr bin, obwohl ich zugeben muss, dass ich wirklich nicht viel gesehen habe. Die historische Innenstadt macht aber einen ziemlich heruntergekommenen Eindruck auf mich. Man kann allerdings an den Häusern erkennen, dass Bukarest auch mal anders war. Einige Häuser in der Innenstadt erinnern noch an die Hochzeit der Stadt, doch diese verfallen leider zusehends und werden von modernen Glas- und Stahlbauten überragt.










































