Happy Jubilee

Viel habe ich letzte Woche in England vom 60jährigen „Diamond Jubilee“ der Queen Elisabeth II gar nicht mitbekommen, da ich erst ab Donnerstag in London war (als der Spuk schon wieder vorbei war). Aber ganz und gar kommt man auch in der südlichen Provinz nicht dran vorbei…

Mehr von England gibts dann später. Morgen gehts erstmal nach Holland und anschließend nach Rumänien…

Happy Jubilee

Farbe

Letztens habe ich etwas mit der Exa 1b gespielt und dabei festgestellt: „Ups, da ist ja noch ein Film drin.“ Also hab ich den 13 Jahre alten Farbfilm noch vollgeknipst und zur Enwicklung gebracht. Hier also vier der „neueren“ Bilder des Films – offenbar ist über die Zeit doch irgendwo etwas Licht eingedrungen und die Farben wirken zum Teil doch etwas seltsam farbenfroh, aber ich finde dennoch, sie haben ihren Charme, oder?




Delain analog

Ich hatte immer schon großen Respekt vor den „alten“ Konzertfotografen, die es zu Zeiten, als Autofokus noch Zukunftsmusik war und Digitalfotografie als Hexenwerk galt, trotzdem schafften, großartige Konzertfotos zu schießen.

Deshalb hatte ich beim Delain-Konzert am Freitag nicht nur meine digitale Kamera dabei, sondern nahm außerdem meine gute alte Praktica BC1, drei Festbrennweiten und einen Schwarzweißfilm mit und habe nebenbei auch ein paar analoge Schüsse abgegeben. Dabei habe ich festgestellt, dass so ein Autofokus doch ziemlich verwöhnt (insbesondere mit Ultraschallmotor). Zwar hat die Praktica einen Schnittbildindikator, aber bei sehr wenig Licht in Kombination mit Gegenlicht (was bei Konzerten gelegentlich vorkommen soll) wird dieser auch gerne mal schwarz und schnell scharfstellen kann ein Ungeübter, wie ich, damit schon gar nicht. (Dabei hilft üblicherweise auch nicht, den Leute auf der Bühne zuzurufen, sie sollen doch bitte mal still stehen bleiben, damit man die Belichtung messen und scharfstellen kann.) Die Belichtungsmessung war auch so ein Thema für sich: Die Praktica BC1 hat zwar bereits einen Innenbelichtungsmesser, allerdings funktioniert meiner nicht mehr (vielleicht ist auch einfach nur die Batterie leer). Nun konnte ich bei der Belichtung noch recht gut die Werte der digitalen Kamera übernehmen (schnell noch umrechnen, weil ich durch die Festbrennweiten die Blende meist weiter aufmachen konnte), aber das Licht bei dem Konzert war ziemlich wechselhaft, so dass ich mich größtenteils auf meine spontanen Schätzungen verlassen musste. Im Nachhinein hat das sogar überraschend gut geklappt, aber vielleicht liegt das auch einfach nur daran, dass ein Schwarzweißfilm deutlich toleranter auf Fehlbelichtungen reagiert, als der digitale Sensor.

Wieder zu Hause musste der Film (Ilford Delta 400) natürlich noch entwickelt werden (wie schön einfach ist es doch, einfach die Speicherkarte in den Rechner zu schieben und die Bilder zu kopieren). Ein ISO-Wert von 400 ASA war bei dem Konzert natürlich doch etwas zu wenig, so dass ich den Film gleich auf 800 ASA belichtet hatte (zumindest habe ich das versucht). Das musste nun bei der Entwicklung berücksichtigt werden, d.h. ich habe ihn um eine Blende auf 800 ASA „gepusht“. Das ist zum Glück nicht weiter schwer, denn der Film muss einfach nur etwas länger entwickelt werden. Für die technisch Interessierten: entwickelt habe ich den Film 13 Minuten lang in Calbe A49 im Verhältnis 1+1. Und siehe da, es war tatsächlich etwas drauf auf dem Film. Also ab nach Hause, den Film einscannen und sehen, ob auch was brauchbares dabei ist. Leider ist mein Negativscanner unter aller Sau, so dass ich guten Gewissens behaupten kann, dass die Negative sicher mehr hergeben, als der Scanner es glauben machen will.

Nun genug gefaselt, hier ist das beste aus meinen 36 analogen Konzertfotos:

Delain, "We Are The Others"-Tour, 2012 in Berlin. Ilford Delta 400 Professional, 13 min in A49 1+1 (Push um 1 Blende). Praktica BC1 mit Prakticar 28mm f/2.8.
Delain, "We Are The Others"-Tour, 2012 in Berlin. Ilford Delta 400 Professional, 13 min in A49 1+1 (Push um 1 Blende). Praktica BC1 mit Prakticar 28mm f/2.8.
Delain, "We Are The Others"-Tour, 2012 in Berlin. Ilford Delta 400 Professional, 13 min in A49 1+1 (Push um 1 Blende). Praktica BC1 mit Prakticar 50mm f/1.8.
Delain, "We Are The Others"-Tour, 2012 in Berlin. Ilford Delta 400 Professional, 13 min in A49 1+1 (Push um 1 Blende). Praktica BC1 mit Prakticar 50mm f/1.8.
Delain, "We Are The Others"-Tour, 2012 in Berlin. Ilford Delta 400 Professional, 13 min in A49 1+1 (Push um 1 Blende). Praktica BC1 mit Prakticar 50mm f/1.8.
Delain, "We Are The Others"-Tour, 2012 in Berlin. Ilford Delta 400 Professional, 13 min in A49 1+1 (Push um 1 Blende). Praktica BC1 mit Prakticar 50mm f/1.8.

Delain & Special Guests

Es ist Frühjahr und wie jedes Jahr um die Zeit gehen Delain auf Europatour. Dabei machten sie auch wieder in Berlin halt – dieses Jahr im Lido.

Als Verstärkung brachten die Symphonic Metaller gleich zwei Bands mit: Eröffnen durften den Abend die US-Amerikaner Halcyon Way, die mit solidem Heavy Metal überzeugen konnten. Anschließend spielten Trillium – ein Projekt der Sängerin Amanda Somerville, die insbesondere durch ihre Gastauftritte bei Anvantasia, Epica und After Forever bekannt sein dürfte. Die Mezzo-Sopranistin hatte erwartetermaßen keine Schwierigkeiten, das Delain-Publikum auf ihre Seite zu ziehen, auch wenn ihre Lieder insgesamt etwas düsterer und experimenteller klangen, als Delain, die kurz nach neun unter großem Applaus auf die Bühne kamen.

Doch etwas ist in diesem Jahr besonders: Anfang Juni erscheint das neue Album der Niederländer We Are The Others. Entsprechend konnte das Publikum schon während dieser Tour auf einige neuer Lieder hoffen – und wurde nicht enttäuscht! In knapper Uniformkluft machte die Sängerin Charlotte Wessels auch für die Augen etwas her und gab insgesamt acht Lieder vom kommenden Album zum Besten. Darunter natürlich auch die Leadsingle Get The Devil Out Of Me, die bereits veröffentlich wurde. Die Tour macht auf alle Fälle Lust auf mehr.

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Delain
Delain
Delain
Delain
Delain
Delain
Delain

Halcyon Way
Halcyon Way
Halcyon Way

Trillium
Amanda Somervilles „Trillium“
Amanda Somervilles „Trillium“