Kategorie-Archiv: Reisen

Cambridgeshire

Nicht nur Cambridge ist eine Reise wert, auch das Umland lohnt einen oder mehrere Besuche.

Englische Gärten sind ja weltberühmt. Anglesey Abbey ist einer davon, der den diesjährigen Herbst von seiner besten und goldensten Seite zeigte. Hier könnte man Tage verbringen, ohne sich zu langweilen.

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Das Haus von Lord Fairhaven, der den Garten zu seiner aktuellen Pracht ausbauen ließ, kann auch besichtigt werden.

Lord Fairhaven's House
Lord Fairhaven’s House

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Eine knappe dreiviertel Autostunde von Cambridge entfernt liegt Ely mit der beeindruckendsten Kathedrale, die ich bisher gesehen habe und die bis ins 7 Jahrhundert zurück geht. Ich ärgere mich heute noch, dass ich meine Kamera nicht dabei hatte, weshalb das iPhone her halten musste… 🙁

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Zwischen Cambridge und Ely liegt das Wicken Fen Nature Reserve, ein Naturschutzgebiet mit Moorlandschaften und Marschland. Hier kann man ganz wunderbar wandern…

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Na, Lust gemacht, England auch einen Besuch abzustatten? Es war jedenfalls nicht mein letzter!

Dass es in Cambridge auch gute Musik gibt, das zeige ich Euch die Tage, bleibt also dran!

Cambridge

Im Oktober durfte ich ein wenige Wochen in Cambridge verbringen. Eine großartige und spannende Stadt, in der ich gerne länger geblieben wäre. Die Gebäude sind zum großen Teil uralt und, weil sie den Colleges gehören und noch genutzt werden, auch wunderbar erhalten.

Hier ein paar Eindrücke: Fotografisch war mir heute mal nach schwarz-weiß… 😉

St John's College
St John’s College

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Bridge of Sighs, St John's College
Bridge of Sighs, St John’s College
Mathematical Bridge, Queen's College
Mathematical Bridge, Queen’s College

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Pembroke College
Pembroke College
St John's College
St John’s College

In Cambridge gibt es etliche Ecken, bei denen ich wahrlich nicht überrascht gewesen wäre, wären mir dort eine Kutsche oder ein paar Gentlemen hoch zu Ross begegnet:

„Kein Durchgang für Kutschen und Pferde“
„Kein Durchgang für Kutschen und Pferde“
St John's College
St John’s College
Trinity College Chapel
Trinity College Chapel
King's College mit King's Chapel
King’s College mit King’s Chapel
Jesus Green
Jesus Green
Jesus Green
Jesus Green

Am 05. November 1605 wurde das Sprengstoff-Attentat von Guy Fawkes auf den König und das Parlament vereitelt. Zur Erinnerung gibt es jährlich in ganz Großbritannien am 05. November eine „Bonfire Night“, mit großem Feuerwerk (das sich durchaus, selbst für einen feuerwerkverwöhnten Dresdner, sehen lassen konnte) und riesengroßem „Lagerfeuer“.

Feuer zur „Bonfire Night“ auf dem Midsummer Common
Feuer zur „Bonfire Night“ auf dem Midsummer Common

Das bunte Feuerwerk gibts dann doch in Farbe…

Feuerwerk zur „Bonfire Night“ auf dem Midsummer Common
Feuerwerk zur „Bonfire Night“ auf dem Midsummer Common

Bleibt dran, morgen gibt es noch ein paar Fotos vom wunderschönen Umland, dem Cambridgeshire, zu sehen.

Brocken

Nach einem Jahr, in dem ich oft genug überhaupt nicht zum Fotografieren kam (der Blog setzt schon langsam der Staub an), reicht die Zeit nun kurz vor Weihnachten doch noch für eine Woche Urlaub im Harz. Heute morgen bin ich nach dem Frühstück „nochmal fix“ auf unseren Hausberg hier gestiegen: den Brocken – den höchten Berg im Harz. Ich hatte ehrlich keine Lust, die große 5D mitzuschleppen und da die beste Kamera bekanntlich die ist, die man gerade dabei hat, gibt es heute mal Handyfotos:

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Gerade oben angekommen wurde ich mit einer einfahrenden Brockenbahn belohnt.

Brockenbahn

Brockenbahn

Ein Wanderer hatte offenbar etwas Pech mit den Stiefeln. Ob er oder sie wohl barfuß weitergelaufen ist? 😉

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Kamele

Eine der häufigsten Assoziationen mit „Wüste“ sind wohl Kamele – zu Recht, ist es wohl das Tier, was man dort am häufigsten Antrifft (oder zumindest dem Europäer am häufigsten auffällt). Auch wenn Kamele im deutschen Sprachgebrauch keinen allzu hohen Stellenwert zu haben scheinen („Du Kamel“ ist zumindest selten als ehrenvoller Titel gemeint), sind die Tiere doch eigentlich ziemlich cool: Wer sonst kann schon von sich behaupten, in einer Viertelstunde 200 Liter olles Tümpelwasser trinken zu können und dann wochenlang ohne weiteres Wasser in der Wüste klar zu kommen. Außerdem knabbern Kamele mit Vorliebe an Gestrüpp herum, das selbst jeder Ballen Stroh für tot halten würde.

Kamelmarkt in Al Ain
Kamelmarkt in Al Ain

Kamelmarkt in Al Ain

Touristen beim Kamelreiten in Abu Dhabi
Touristen beim Kamelreiten in Abu Dhabi

Dank der sprichwörtlichen arabischen Gastfreundschaft, hatten wir glücklicherweise die Chance, Kamelen auch abseits der ausgelatschten Touristenpfade etwas näher zu kommen: Als wir auf einem Feldweg (oder besser „Sandweg“) an einem kleinen „Wüstenbauernhof“ vorbeikamen, lud uns der dort ansässige Pakistani Chaled mit einem freundlichen „Come, sit!“ zunächst auf einen grünen Tee und anschließend zu seinen Kamelen ein.

Auf einer Kamelfarm in der Wüste

Auf einer Kamelfarm in der Wüste
Auf einer Kamelfarm

Kurz vor Ende der Reise wollten wir auch noch einem typischen arabischen Sport beiwohnen: dem Kamelrennen – immerhin können Kamele Geschwindigkeiten bis zu 65 km/h erreichen. Das stelle sich allerdings als gar nicht so einfach heraus, denn Kamelrennen sind noch nicht zur Touristenattraktion aufgestiegen. Entsprechend schwierig ist es, herauszufinden, wann und wo solch ein Rennen stattfinden soll. Über Umwege und Tipps von Einwohnern fanden wir immerhin heraus, dass in Al Ain Freitag früh gegen sieben ein Kamelrennen stattfinden soll.

Ein Laden für Kamelbedarf in Al Ain
Ein Laden für Kamelbedarf in Al Ain

Auf dem Weg zur Rennbahn standen wir jedoch plötzlich vor einem großen Tor, dass von einem Polizisten mit Gewehr bewacht wurde. Auf die Frage nach dem Kamelrennen, erfuhren wir, dass es hier früher tatsächlich zu einer Kamelrennbahn ging. Heute wohnt hier allerdings der Sohn eines Scheichs und die Kamelrennen finden jetzt woanders statt. Nachdem er uns erklärte, wo die Strecke jetzt liegt, ließ er uns natürlich auch nicht gehen, ohne uns zuvor auf einen arabischen Kaffee und ein paar Datteln in seine Wachstube einzuladen…

Etliche Kilometer weiter fanden wir tatsächliche etliche Karawanen, die sich zielstrebig in Richtung Rennstrecke bewegten – leider nur zum Training, denn Rennen sollten heute doch keine stattfinden. Egal, interessant war es trotzdem und bei einem richtigen Rennen wäre ich womöglich nicht so nah an die Strecke gekommen, um zu fotografieren. Und dass wir als Europäer etwas überrascht angesehen wurden, waren wir ohnehin schon vom Busfahren gewöhnt.

Kamelrenntraining nahe Al Ain
Kamelrenntraining nahe Al Ain

Kamelrenntraining nahe Al Ain

Für Kamelrennen wurden früher übrigens Kinder als Jockeys verwendet, da diese entsprechend leicht sind. Da dies verständlicherweise viel Kritik nach sich zog, wurde dies in den meisten Ländern verboten, beginnend 2002 mit den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ersetzt werden die Kinder durch Roboter, die übrigens in der Schweiz entwickelt wurden.

Kamele mit Roboter-Jockeys
Kamele mit Roboter-Jockeys

Auffallend sind auch die Allrad-Autos die besonders auf der Zielgeraden laut hupend neben den Kamelen herfahren. Aus ihnen werden die Roboter-Jockeys ferngesteuert und die Kamele durch das Hupen zusätzlich angefeuert.

Kamelrenntraining nahe Al Ain

Sheikh Zayed Moschee

Das die Vereinigten Arabischen Emirate ein islamisches Land sind, erkennt man auch recht schnell an den Unmengen an Moscheen. Ich glaube, man muss von keiner Stelle in einer Stadt mehr als wenige hundert Meter laufen, um eine zu erreichen. Größe und Ausstattung der Moscheen sind sehr unterschiedlich. Manche sind sehr klein und einfach (zu erkennen an dem kleinen Minarett mit dem Lautsprecher):

Sehr kleine und einfache Moschee in Abu Dhabi
Sehr kleine und einfache Moschee in Abu Dhabi

Andere sind etwas orpulenter. Ein Beispiel dafür ist die Sheikh Zayed Moschee in Abu Dhabi: Sie ist die größte in den Emiraten und die achtgrößte weltweit und wird daher oft auch einfach nur „Große Moschee“ genannt. Beauftragt von Scheich Zayed bin Sultan Al-Nahayan, dem Gründer und ersten Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, soll die Moschee dem Dialog zwischen den Religionen, Zivilisationen und Kulturen dienen. Und tatsächlich zieht das Bauwerk tausende von Besuchern aus aller Welt an.

Sheikh Zayed Moschee in Abu Dhabi
Sheikh Zayed Moschee in Abu Dhabi

Ihr zentraler Kronleuchter ist übrigens der größte weltweit und wurde in München hergestellt:

Abschließend noch ein paar bewegte Bilder, um den Innenhof der Moschee noch etwas wirken zu lassen. Der „Gesang“ im Hintergrund ist übrigens das Abendgebet: Zum Islam gehören täglich fünf Gebete, die alle von den Moscheen „ausgestrahlt“ werden. Das Morgengebet war übrigens gegen halb sechs – und die nächste Moschee war nie weit… 😉
(Hier gibts das Video auch in HD.)